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Interaktive Erkundung eines Kniegelenk-Schemas.
Interaktive Erkundung eines Kniegelenk-Schnitts
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Forschungsstelle "Blindeninformatik"
Button-gelb Nicht-visueller Zugang zum Personalcomputer 

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Probleme des nicht-visuellen Zugangs zu Text, Grafik und 3D-Objekten

Mit der breiten Einführung der Personalcomputer mit Multimediakomponenten, die auch zur Telekommunikation fähig sind, stehen den Normalsichtigen neue hochwirksame technologische Werkzeuge für alle Lebensbereiche von der Ausbildung über die berufliche Tätigkeit bis zur Freizeitgestaltung zur Verfügung. Blinden und Sehbehinderten dagegen bleiben diese Werkzeuge ganz oder teilweise verschlossen, es sei denn, es gelingt, die Folgen der sensorischen Defizite durch intelligente Mittel und Methoden auszugleichen. Das heißt, alle auf den Bildschirm gerichteten Nutzer- und Computer-Aktionen müssen durch möglichst äquivalente technische Mittel und Methoden substituiert werden.

Text auf dem Bildschirm kann ohne weiteres in eine tastbare oder hörbare Form transformiert werden. Hierfür stehen rechnergestützte Braillezeilen zur Darstellung der Blindenschrift bzw. Software und Hardware für die Sprachsynthese zur Verfügung.

Beispiel einer Braillezeile
Beispiel einer Braillezeile (Fa. Tieman)

Ungleich schwieriger ist dagegen die Behandlung von Bildern, die den Normalsichtigen auf dem Bildschirm präsentiert werden.

Schemata (Diagramme, bestimmte grafische Nutzeroberflächen, u. ä.) lassen sich noch am ehesten in eine tast- und hörbare Repräsentation überführen, etwa durch planmäßiges Inspizieren der tabellen- oder baumartigen Strukturen. Kurvenverläufe veranschaulicht man beispielsweise akustisch durch ordinatenabhängige Tonfrequenzen.

Für den Zugriff auf Schemata sind Tastabbildungen auf tiefgezogener Folie oder auf Schwellpapier äußerst nützlich. Diese sind mit Hilfe von Tasttabletts sogar in der direkten Kommunikation mit dem Computer verwendbar. Nachweislich lassen sich auf diese Weise neben schematischen Darstellungen auch Schnittdarstellungen und Abbildungen reliefartiger Objekte in der Mensch-Maschine-Kommunikation einsetzen.

Interaktiver Stadtplan
Interaktiver Stadtplan

Für Bildschirm-Abbildungen ausgeprägt dreidimensionaler Objekte bzw. bewegten Darstellungen bleibt häufig nur noch die Verbalisierung, das heißt die Kommentierung des Ablaufs, wie das beispielsweise auch beim Hörfilm praktiziert wird (Audiodeskription). 


Herzmodell mit Taktilgrafik

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© GFaI Sachsen, Forschungsstelle Dresden, 16.10.2010