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Semperoper Dresden, Tastrelief (Rabisch 1995)
Tastrelief (Otto Rabisch 1995)
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Fördernde Faktoren im Dresdner Umfeld
Button-gelb Schreibmaschinenwerk Dresden
Button-gelb Deutsches Hygienemuseum Dresden
Button-gelb Informatik an der Technischen Universität Dresden

Impressum
   

Die Forschungsstelle "Blindeninformatik" hat von mehreren Einflussfaktoren des Dresdner Umfelds in Wissenschaft und Technik profitiert.
 

Logo Erika Schreibmaschinenwerk Dresden

Traditionen des Schreibmaschinenwerkes Dresden

Die seit 1975 unter dem Markennamen "Erika-Picht" beim Patentamt eingetragene Blindenschreibmaschine nach dem System Picht wurde bis 1990 im VEB Schreibmaschinenwerk Dresden (Betrieb des VEB Kombinat Robotron) und danach von der Firma multi-tech gGmbH produziert (Oskar Picht, 1871-1945, entwickelte 1899 die erste brauchbare deutsche Punktschrift-Bogenmaschine). Aus dem Schreibmaschinenwerk kamen 1991 die Anstöße zur Entwicklung rechnergestützter Blindentechnik, u. a. für den Taktilplotter und das hochauflösende Stiftdisplay.

Punktschriftmaschine Erika-Picht
Punktschriftmaschine Erika-Picht E511 der Fa. Multi-tech GmbH

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Logo Deutsches Hygienemuseum Dresden

Deutsches Hygienemuseum Dresden als Forum für Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft

Als Forum für Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft hat das Deutsche Hygienemuseum mit seiner Dauerausstellung "Abenteuer Mensch" bereits in den 1990er Jahren die Arbeiten der Forschungsstelle für die Anatomie-Ausbildung inspiriert. Im Gegenzug hat die Forschungsstelle 1995 im Raum der "Gläsernen Frau" des Museums einen modernen computergestützten Besucherplatz eingerichtet, der mehrere Jahre in Betrieb war.

Gläserne Frau
Gläserne Frau in der Dauerausstellung des Deutschen Hygienemuseums
(Werner Lieberknecht 1995)

Mithilfe eines Tastreliefs konnte der Besucher dort sogar interaktiv und detailbezogen die Informationen zur Gläsernen Frau abrufen.

Interaktiver Besucherplatz zur Gläsernen Frau
Interaktiver Besucherplatz zur Gläsernen Frau im Deutschen Hygienemuseum (1995)

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Logo der TU Dresden

Informatik an der Technischen Universität Dresden

Im Dresdner Raum haben seit den 1950er Jahren eine Vielzahl von Institutionen in Forschung, Entwicklung und Ausbildung maßgeblich an der Entwicklung der Informatik mitgewirkt. Es ist kein Zufall, dass sich die Bezeichnung "Informatik" für das neu entstandene Wissenschaftsgebiet ausgerechnet nach einem internationalen Kolloquium an der Technischen Universität Dresden am 26. Februar 1968 auch im deutschen Sprachraum durchsetzte.

Die Wurzeln der Informatik an der TU Dresden sind insbesondere mit dem Wirken des Dresdner Computerpioniers N. Joachim Lehmann (1921 – 1998) verknüpft, der in den Jahren 1948 bis 1966 die Rechenautomaten D1, D2 und D4a entwarf und realisierte. Vor allem mit seinem "Rechner auf dem Tisch (D4a)" war er Wegbereiter der heutigen Personalcomputer. 

D4a, Rechenautomat auf dem Tisch
D4a, Rechenautomat auf dem Tisch (TU Dresden 1963)

Doch nicht nur bei der Hardware orientierte N. J. Lehmann  konsequent auf die Bedürfnisse der Computerendnutzer. Auch in der Kommunikation mit dem Computer sollte der Endnutzer in die Lage versetzt werden, seine eigene Fachsprache zu verwenden, die außerordentlich problemorientiert ist. Deshalb wurde unter der Federführung von N. J. Lehmann ab 1966 eine fachsprach-orientierte Programmierungstechnologie entwickelt und gleichzeitig die hierfür notwendigen Softwarewerkzeuge geschaffen (N. J. Lehmann: "Über einige Entwicklungstendenzen in der Rechentechnik", Wiss. Z. HfV Dresden, 1968/1, S.3ff). Die Bedeutung für eine effiziente Mensch-Maschine-Interaktion wurde anhand zahlreicher Beispiele nachgewiesen.

Montagezelle (TU Dresden 1985)
Montagezelle, automatisch programmiert über Fachsprache (TU Dresden 1985)

Die Forschungsstelle "Blindeninformatik" geht bei ihren Arbeiten in analoger Weise von den unübersehbaren besonderen Bedürfnissen der Computernutzer aus. Doch nun ist nicht allein die Fachsprache der zentrale Bestandteil der Mensch-Computer-Interaktion, sondern darüber hinaus noch die realen Objekte des jeweiligen Fachgebiets (anfassbare Benutzerschnittstellen).

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© GFaI Sachsen, Forschungsstelle Dresden, 16.10.2010